Kinder ohne Liebe – Kinderkrippen

Kinder ohne Liebe, Ohne Mutter-Liebe verhungert jedes Kind

Was ein kleines Kind am Nötigsten braucht, ist die intensive und dauerhafte Gefühlsbindung zur Mutter. Wird dieser Kontakt unterbrochen und erhält das Kind keine Ersatzperson, zu der es ähnliche Beziehungen aufnehmen kann, so stellen sich seelische Schädigungen ein.“

Mit diesen eindeutigen Worten beginnt der außergewöhnliche, schon 1963 in der Tschechoslowakei gedrehte Film. Er macht darauf aufmerksam, welche Folgen die Unterbringung von Kleinkindern in kollektiven Einrichtungen wie z. B. Kinderkrippen hat. Denn im Gegensatz zu Kindern, die umsorgt in intakten Familien aufwachsen, sind „Krippenkinder“ Defiziten im Bereich geistig-seelischen Erlebens ausgesetzt, die bald zu schweren Verhaltens- und Persönlichkeitsstörungen führen.

Auf der Feindbildskala totalitärer Staaten stand die bürgerliche Familie ganz weit oben. Entsprechend wurde im „real existierenden Sozialismus“ die Erziehung der Kinder weitgehend unter staatliche Kontrolle gestellt und der Einfluss der Eltern zurück gedrängt.
Doch die Grenzen institutioneller Betreuung wurden rasch deutlich: Dem tschechischen Psychologen Prof. Dr. Z. Matejcek fielen schon in den 60er Jahren schwere Verhaltens- und Persönlichkeitsstörungen bei Jugendlichen auf, die ihre prägendste Lebensphase nicht in der Familie, sondern in staatlichen Krippen verbringen mussten.

Seine Beobachtungen und Erkenntnisse, die allerdings im deutlichen Gegensatz zur familienfeindlichen Propaganda des sozialistischen Staates standen, führten zu einer Reihe von Veröffentlichungen, die weltweit wahrgenommen wurden. Darunter befand sich auch der Dokumentarfilm „Kinder ohne Liebe“, der 1963 in den Westen geschmuggelt werden konnte und auf den Filmfestspielen von Venedig mehrere Auszeichnungen erhielt. Die deutschsprachige Kurzfassung des Preis gekrönten Films war seit 1985 nicht mehr verfügbar, doch liegt sie nun als DVD der interessierten Öffentlichkeit wieder vor. Übrigens gerade rechtzeitig, um der von Politik und Medien aggressiv geführten familienfeindlichen Kampagne in Erinnerung zu rufen, dass die verheerenden Folgen kollektiver frühkindlicher Unterbringung schon vor einem halben Jahrhundert bekannt waren.

http://www.initiative.cc/Artikel/2012_04_13_kinder_tragen.htm

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