Tod – Reinkarnation

Vorbereitung für eine neue Inkarnation

1.1 Tod, Ankommen und Leben im Jenseits

1.1.1 Sterben und Übergang ins Jenseits

Der Tod ist nur ein Sinnbild, der Tod existiert nur für jene, die die Wahrheit noch nicht zu erkennen vermögen. Für sie ist der Tod weiterhin ein Schreckensbild, hinter dem das Unfassbare oder das Nichts ist. Euch sage Ich: Macht eure Augen auf und begreift, dass auch ihr nicht sterben werdet. Ihr werdet euch vom Körper trennen, doch dies bedeutet nicht, dass ihr sterben werdet. Ihr habt, wie euer Meister, ewiges Leben. (* DT 28, 7)

Der Tod ist der Schlüssel, der euch die Tore des Gefängnisses öffnet, in dem ihr euch befandet, solange ihr an die Köpermaterie gebunden wart, und er ist zugleich der Schlüssel, der euch die Pforten zur Ewigkeit öffnet. (* DT 28, 26)

Wenn du hier die materiellen Augen schließt, lieber Freund, dann beginnt eine Wesenheitsverwandlung von Mensch zu Geist. Du legst deinen materiellen Körper ab und du verwandelst dich wieder und bist wieder zu dem geworden, was du vor deiner Ein- verleibung warst, zum Geist! (* Weidner 1, 34)

Denn was ist das, was ihr Tod nennt? Doch nur ein Hauch, ein Gedanke, ein flexibler Übergang in die jenseitige Welt! (* Weidner 2, 84)

Der Tod ist der Abschluss eines physischen Lebens und der Übergang in eine andere Daseinsform, in der ihr euch ausruht und neue Kräfte sammelt, bis zu dem Zeitpunkt, an dem ihr wieder bereit für die nächste Erfahrung eines physischen Lebens seid. Dann werdet ihr wiedergeboren. (* Zopf 1, 149)

Der Tod erfolgt meistens dann, wenn die Seele schon sämtliche für das jeweilige Leben bestimmten Aufgaben durchgearbeitet hat, oder wenn der Mensch nicht imstande ist, der zu anspruchsvollen Aufgabe gerecht zu werden, die er sich gesetzt hat. Für die Seele ist das nichts Besonderes, sie kehrt einfach zur Quelle zurück, ruht sich aus und kommt mit frischen Kräften wieder auf die Erde zu- rück, um ihr Werk mit denselben oder anderen Seelen zu been- den. In dieser Hinsicht hat der Tod also nichts Furchterregendes. (Pratnicka, 74)

Ist die vorgesehene Todesstunde eines Menschen gekommen, so kann auch der beste Arzt nichts ausrichten. Jeder stirbt zu der Zeit, die für ihn festgesetzt ist. Christus bestätigt diese Wahrheit in den Worten: “Wer ist unter euch, der seines Lebens Länge auch nur eine Spanne zusetzen kann?” (Matthäus 6, 27).

Doch ist nicht ausgeschlossen, dass Gott ausnahmsweise eine Änderung in dem Lebensschicksal eines Menschen eintreten lässt. Er verlängert bisweilen die Lebensjahre bei dem, der Gott treu ist und sich als zuverlässiger Mitarbeiter an dem Rettungsplane Got- tes erweist, nach dem er die von ihm Abgefallenen wieder zu- rückführen will. Anderen verkürzt Gott die schicksalsmäßig fest- gesetzte Lebensdauer, weil sie sowohl die eigene Lebensaufgabe unerfüllt lassen, als auch ihre Mitmenschen von der Pflichterfül- lung gegenüber Gott abzubringen suchen. Indes, auch der Mensch selbst kann die ihm gesetzte Lebensspanne verkürzen – durch Un- vorsichtigkeit, Überanstrengung, Ausschweifung oder durch Selbstmord. (* Hinz, 201)

Nun noch ein Wort zur Trauer der Hinterbliebenen. Eine ab- geschiedene Seele sieht, wie ihre auf Erden Zurückgebliebenen weinen. Sie sieht, wie trostlos und unglücklich sie sind. Je größer die Trauer der Hinterbliebenen, desto heftiger zieht es die Seele zurück zu deren Wohnstätten. Sie möchte ihnen helfen und ver- mag es doch nicht. Glücklich wäre eine solche Seele, wenn die Angehörigen ihr nicht über Wochen, Monate, ja über ein ganzes Jahr hin nachweinten – dann könnte sie nämlich frei und gelöst in die Geisteswelt eingehen und dort ihre Aufgaben erfüllen. Gewiss verübelt man keinem Menschen, wenn er in der ersten Zeit nach dem Heimgang eines Lieben voller Trauer ist. Aber auch diese Trauer sollte ihre Grenzen haben. Der Trauernde muss sich durch Erkenntnis aus ihr lösen und sich sagen: ‘Ich will für den Heimgegangenen beten, er ist mir ja nur vorangegangen, ich will ihn nicht in seinem Aufstieg behindern, sondern ihm seinen Weg freigeben.’ Durch solche Überlegungen hilft man sich selbst, und den Wesen in der geistigen Welt hilft man ebenfalls. (* Hinz, 207 ff.)

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1.1.2 Die Betreuung von Neuankömmlingen

Beim Abscheiden tritt der Menschengeist in eine Welt ein, die er zu Lebzeiten selbst aufgebaut hat. Er tritt ein in das, was aus seinem Innern herausdringt. Herrscht in seinem Innern Unzufrie- denheit, Ungeduld, Missgunst, Hass, so tritt er in eine ebensolche Welt ein, und er gesellt sich zu Wesen gleicher Art, mag er zu Lebzeiten auch noch so viele Gebete gesprochen haben. (* Hinz, 201)

Im allgemeinen ist der Menschengeist nach dem irdischen Tode in der geistigen Welt zunächst benommen. Bei Heimkehrenden, die sich während ihres Erdendaseins bemüht hatten, das Rechte zu tun, ist sogleich ein Geistwesen zur Stelle. Dieses empfängt den Menschengeist und klärt ihn darüber auf, dass er seinen stofflichen Leib der Erde zurückgelassen habe und nun als Geist in der geisti- gen Welt weiterlebe.

Viele gibt es, die anfangs gar nicht glauben können, dass sie wahrhaftig gestorben sind, weil sie mit einem ähnlichen Leibe weiterleben in einer Welt, die der irdischen so ähnlich ist. So braucht es für diese unwissend Heimgekehrten oft eine lange Zeit, bis sie sich mit ihrer geistigen Heimat angefreundet haben. Besser ist es für den Heimkehrenden, wenn er mit einem geisti- gen Wissen ins Reich Gottes eintritt. Er wird nicht dermaßen über alles so erstaunt sein wie derjenige, der nicht an das Weiterleben geglaubt hat und nichts davon wissen wollte. Auf das Abscheiden von der Erde folgt ein Zustand der Be- nommenheit. Diese löst sich durch den sogenannten Anpassungs- schlaf.

Der Zustand des Geistes nach dem Tode ist stets bedingt von seiner Entwicklungsstufe. Je höher der Geist, desto kürzer die Zeit seines Anpassungsschlafes oder Ruhens; denn der Entwicklungs- grad des Geistes bestimmt auch seine Kraft.

Geister, die in der letzten Zeit ihres Menschenlebens sehr ge- litten haben, deren Trennung vom Körper mit viel Leiden verbun- den war (was ihr einen harten Todeskampf nennt), die schlafen ruhig, friedlich, eingehüllt in die Fluide ihres Schutzgeistes, die ihnen die notwendige Nahrung oder Atmosphäre nach solcher Erschöpfung ihrer Geisteskräfte bieten. (* Hinz, 204 ff.)

Viele von denen, die hierherkommen, sind entweder überwäl- tigt von der Tatsache, dass sie weiterleben, oder enttäuscht, weil sie in ihrem engen Glauben einen Himmel voller Seligkeit erwar- tet haben. Ihre unreife Einbildungskraft enthielt die angenehme Vorstellung, dass sie sich von nun an nie mehr anstrengen müss- ten. Sie erwarten einen gesegneten Zustand der Passivität, ein Pa- radies nach Art eines Superwohlfahrts-Staates, wo sie in Ewigkeit träumen können. Aber dies ist ganz gewiss kein Superwohlfahrts- staat. Es ist zwar ein Staat der Fürsorge, was aber etwas ganz ande- res meint.

Unsere Arbeit hier [als Betreuer] ist es, zur Hand zu sein, wenn die neuangekommenen Wesen zum Bewusstsein kommen. Manchmal sind ihre Freunde und Angehörigen schon in diesen Reichen und sind verständigt worden. Dann warten wir im Hin- tergrund, bis die Begrüßung vorbei ist. In anderen Fällen ist unser Anblick das Erste, was die Neuankömmlinge sehen. Es sind unsere Worte, die sie trösten, beruhigen und willkommen heißen. Unsere ‘Patienten’ bleiben bei uns, bis sie sich an das neue Leben gewöhnt haben und bereit sind, zu ihren Lieben oder zu ihren speziellen Gruppen zu gehen. Das mag ein nur kurzer Aufenthalt oder eine längere Periode sein, je nach dem Stand ihrer Entwicklung. Mit Verständnis, äußerster Zartheit und vor allem ohne eine Spur von Tadel erklären die Schwestern ihnen das Heim und seinen Zweck. Ich meine, man könnte unser Heim hier ein Krankenhaus nen- nen, ein Rasthaus und ein Lehrzentrum der Anfängerstufe. Alle diese Bezeichnungen wären richtig. Die müden, teils verängstigten Seelen, die unwissenden wie auch die gestrauchelten Seelen sowie diejenigen, die aus dem Land der Schatten gerettet wurden, ver- langen nach Verständnis und Erklärung für ihren schlimmen Zu- stand. Und einigen muss man ihr Überleben erklären, ja demon- strieren. Manche wollen die Verwandlung durch den Tod nicht akzeptieren und ziehen es vor zu glauben, sie träumten immer noch. (* Greaves, 122 ff.)

http://siriusnetwork.wordpress.com/2013/01/08/tod-ankommen-und-leben-im-jenseits/

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